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CaO und CaCO3 Bei der Angabe von Nährstoffbedarf wie auch von Nährstoffgehalten werden die Begriffe CaO sowie CaCO3 verwendet. CaO ist Calciumoxid und kommt in der Praxis nur in Branntkalk vor. In der Nährstoffbedarfsberechnung, zum Beispiel im Bodenuntersuchungsergebnis, wird diese Größe jedoch als Bezugsgröße verwendet. Auch bei einigen Kalkdüngemitteln ist gemäß Düngemittelverordnung die Angabe des Nährstoffgehaltes in Form von CaO vorgeschrieben, auch wenn der Kalk nicht als CaO vorliegt. CaO ist wasserlöslich und wirkt sehr rasch, daher die fast sofortige Wirkung von Branntkalk. CaCO3 ist Calciumcarbonat, kohlensaurer Kalk. In dieser Form liegt der Kalk in den meisten Düngemitteln vor. CaCO3 in kohlensauren Kalken wirkt langsamer als Branntkalk. Die Wirkungsgeschwindigkeit der kohlensauren Kalke hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem Magnesiumgehalt, Mahlfeinheit, Frische der Fällung, Kristallisationskeim etc.
CaO läßt sich einfach in Calciumcarbonat umrechnen und umgekehrt: CaO geteilt durch 0,56 = CaCO3 CaCO3 mal 0,56 = CaO
Eine Besonderheit gilt bezüglich Magnesium. Magnesium ist nicht nur ein wichtiger Pflanzennährstoff, sondern hat auch eine basische Wirksamkeit, wirkt also auch als Kalk, und zwar sogar noch besser als Calcium selbst. Da das Magnesiumatom kleiner und leichter ist als das Calciumatom, aber die gleiche Menge Säure neutralisieren kann, ist die basische Wirksamkeit von Magnesium höher als die des Calcium, und zwar um das 1,4-fache. Magnesium kann auf die Bezugsgröße CaO der basischen Wirksamkeit wie folgt umgerechnet werden: MgO mal 1,4 = CaO-Äquivalent MgCO3 geteilt durch 1,5 = CaO-Äquivalent
Aus der hohen basischen Wirksamkeit des Magnesiums ergibt sich das Magnesiumkalke / Dolomitkalke eine deutlich höhere Kalkwirkung haben als reine Calciumkalke. Magnesium-Branntkalke erreichen so zum Beispiel in Einzelfällen über 100% CaO-Äquivalent. |